Achtung Ärger-Warnung: „Nicht zuviel auf einmal!“

Draußen kalt – innen heiß:

Sommers kommen manchmal nur ein paar Hansel in die gute Stube, doch nun zieht es draußen endlich an.  Also nix wie rein ins Wohnzimmer und Mucke an; Winterzeit, WoZiKo-Zeit!

Aber in letzter Zeit kommt es immer häufiger vor, dass es dan ruck zuck viel zu voll wird. Und mit Leuten bei Dir im Privaten, die Du lieber nicht mal aus der Ferne gesehen hättest. Das Zauberwort „Social Media“ wird zum unseligen Fluchspruch und flugs hast Du Deine Mittel überdimensioniert und wirst die Geister, die Du riefst, nicht mehr los.

 


Düstere Typen auf dem Weg in mein Wohnzimmer? Lieber nicht!

Organisieren eines Wohnzimmerkonzerts – hier eine Ergänzung aus aktuellem Anlass

Vorsicht mit dem öffentlichen Einladen! Die sozialen Medien sind schnell, aber sie schwemmen auch allerlei Gelichter mit. Scheiße, einmal konnte ich sie nur mit BJJ, lautem Schreien und den Einsatzkräften der Berliner Polizei aus dem Haus bekommen.
Wegen solcher Leute gibt es glücklich arbeitende Justizvollzugsbeamte; im privaten Wohnzimmer möchte man sie aber nicht mal auf Bildern sehen.
Im Leben draußen: Straßenseite wechseln, nicht füttern, tun als ob man gerade telefoniert.
Im Leben drinnen: Sich der sicheren, wohligen Wohnzimmeratmosphäre freuen. Hier stinkt es nicht, hier gibt es nur gute Leute, hier schmeckt das Essen!
Darum lieber nur privat einladen oder gezielt anmailen.
Kollege Benjamin Bequemling kennt sich auch damit super aus. Er empfiehlt auf https://bequemling.de/wohnzimmerkonzert/:
„Lade einfach so viele Leute persönlich ein, wie in deinem Wohnzimmer Platz finden. Nicht alle werden kommen, der eine oder andere wird dafür einen Freund oder eine Freundin mitbringen. So sollte es am Ende ganz gut passen. Wenn es dann doch einige Menschen mehr sind als erwartet, heißt es einfach ‚Zusammenrücken‘. Das trägt eher noch zur Gemütlichkeit bei deinem Wohnzimmerkonzert bei.“
Genau so geht’s: lässig-locker das Tofu einfahren und dabei dem Künstler lauschen. Wohnzimmerkonzert is dufte und alle freuen sich

In 5 Schritten zum Wohnzimmerkonzert

  1. Termin und Anlass festlegen, Nachbarn ansprechen und die Sause schon mal vorankündigen
  2. Künstler buchen, Speisen und Getränke überlegen und mit Freunden absprechen
  3. Helfer finden die mit anpacken und hinterher beim Aufräumen helfen
  4. Einladungen verschicken (Vorsicht mit Social Media und Bekanntgabe persönlicher Daten an Unbekannte); Nachbarn einladen
  5. Wohnzimmer umgestalten: teure Sachen im Schlafzimmer einschließen, Sitzkissen und Stühle ranholen

Eine gepfefferte Antwort

Mein kleiner Wohnzimmerkonzert-Song

Ein paar Worte von mir persönlich

Damit Du weißt, was Dich bei meiner Show erwartet, heute ein kleiner Auszug aus meiner Geschichte „Der Tote in der Pfeffermühle“.
Schließlich gibt es bei meinen Wohnzimmerkonzerten nicht nur Selbstkomponiertes, sondern auch Worte aus meiner autobiografischen Feder.


Eine gepfefferte Antwort

Ich ändere um habvier Uhr früh endlich meine Strategie und schreibe auf die Pappe: Rom. Dann Wien. Dann Dresden. Zuletzt probiere ich es mit allem, was mir einfällt. Buxtehude. Hintertupfingen. Mainz. Mölln. München. Meinertshagen. Minden…

Und Minden klappt! Juhu! Dabei ist „en“ von „Minden“ schon ganz verwaschen. (Später erfahre ich, dass das ungarische Wort für „egal“ „mindengy“ ist – das muss er wohl gelesen haben)

Pappe weg, hingestürmt, juhu endlich mal jemand der stoppt. Ich sehe: Ein Citroen, tiefergelegt, berührt fast die Straße beim Fahren, die Scheiben milchig-braun und kaum auszumachen, was im Inneren des Wagens auf mich warten mag. Der Motor ist laut. Sowas von laut aber auch!

Der Wagen hält, und nix passiert. Ich höre von drinnen eine Stimme. Klingt so, als wäre Lemmy auferstanden und hätte sehr sehr schlechte Laune. Aua. An wen bin ich denn da geraten, denke ich bei mir. Doch meine Sorgen weichen schnell bei der Möglichkeit, in einem gut geheizten Wageninneren Platz nehmen zu können. Und, wie ich jetzt durch einen Fensterspalt sehen kann, ist alles auch noch gut gepolstert. Dick, weich und flauschig, so wie in den guten alten Siebzigern. Einladend, sich hinzulümmeln und mal die Augen zu schließen, um einen wegzudösen.

Lenkrad umpelzt, Sitzschoner in Tigeroptik, Flauschwürfel am Rückspiegel. Ich erkenne am Steuer einen wettergegerbten, lebenserprobten, knorrigen Schrat. Wie Räuber Hotzenplotz, Ströbele und Steve Buscemi in einem. Irgendwie unheimlich. Meine Angst vor Irren ist groß. Doch mein Herz für Underdogs ist größer. Und mein Temperaturverlust ist maximal.

Ich hüstel, räusper mich und klopfe unnötigerweise an die Beifahrerscheibe.

Es kommt eine Antwort. Aber ich kann garnichts verstehen! Ich setze etwas direkter nach, bin ja Berliner. Nüscht. Englisch. No way. Französisch. Rien ne va plus. Spanisch. i No ! Übriggebliebene Urlaubsbrocken schwappen über meine blauen, sich nach Auftauen sehnenden Nachtlippen: Schwedisch, Italienisch, Kroatisch. Bei Kroatisch komme ich mir schon langsam komisch vor. Bin ich Empfangschef im Kempinski oder trampender Liedermacher? Wieder dieselbe Antwort jedenfalls, und ich beschließe, jetzt einfach einzusteigen und meinem „anywhere goes“-Motto nun Tagen folgen zu lassen.

Vielleicht war es Ungarisch, denke ich mir, als der Schrat zwar behende losstartet, aber noch immer nicht nach rechts schaut. Eine Sonnenbrille (!) macht Augenkontakt ohnehin unnötig. Und rauchen muss ich nicht selbst. Ich sitze in einer unglaublichen Stinkblase. Es qualmt aus dem Aschenbecher, der Fahrer raucht auch, und. Nur so viel. Er fährt in Socken. Puh! Puuh! Pumakäfig…

Én vagyok a halott ember a borsdaráló, sagt Schratok, der Fahrer.

(Gesprochen etwa so: Een vodjokk o hollot ämbär o borschdo raalo)

Ich frage: Rom? München? Wien?

Endlich ein menschliches Zeichen. Er lacht. Er lacht laut und deutlich, dass er mit seinem Lachatem und der froh nach vorn stupsenden Nick-Nase schnurgerade die dicksten Rauchwolken zerteilt.

Und sagt „Jo. Jo. Budapest! Jo hey“

Én vagyok a halott ember a borsdaráló, sagt Schrati nochmals zur Bekräftigung.

In ein paar Tagen erfahre ich: Die Begrüßung meines neuen Freundes heißt übersetzt

„Ich bin der Tote in der Pfeffermühle!“

Aber jetzt geht’s erstmal los. Ins geliebte Gulaschland, Fürstenblut in meinen Adern, beim Belenus. Endlich die Band „Aurora“ persönlich kennenlernen und in ländlichen Hinterhöfen mit süße Miezen Nasenstupser tauschen. Bei Frötsch und Pálinka. Aber jetzt erstmal los. Im Namen der Pfeffermühle.

 

 

 


Wertgegenstände auf Reisen sichern – oder gar nicht erst mitnehmen

Elisabeth Dabróvska aus Berlin-Mitte erläutert, warum eine wohnzimmerliche Privatshow Laune macht

Konkurrenz zum Wohnzimmerkonzert! Klub-Besitzerin enthüllt ihr Geheimnis

Häuptling Zitrone rauchen Friedenspfeife mit weiser Medizinfrau im Klub „ARTmen“ in Abbenrode

OUT: Über das Kulturangebot rummüffeln; allgemeine Resignation; alternativlos alleinebleiben
IN: Selber einfach anpacken und was machen!
Hier zum Beispiel  http://artmenabbenrode.de/veranstaltungskalender/

Wir Experten fürs Wohnzimmerkonzert wissen: Das beste is Kunst – live, ungeschminkt, echt und voll in die Fresse – voll ins Herz.
Darum haben wir auch nix dabei, wenn jetzt überall die privat geführten „Klubs“ wie Pilze aus dem Boden sprießen. Ganz im Gegenteil, is doch dufte. Solange es klein und selbstgemacht ist, freuen wir uns. Auftrittsorte gibt es viele: Hinter der Tankstelle, aufm Hausdach, in der Fußgängerzone,… zur Not geht auch ein Klub als WoZi-Alternative.


Unbill etablierter Großläden: Eigentlich is alles doof!

Das kleine Dorf Abbenrode bei Braunschweig stand ja lange Zeit für fröhliche Gartenzwerge und weitläufige Bärlauchwiesen. Jetzt kommt noch etwas Drittes hinzu: „ARTmen“!

ARTmen ist ein Kulturgenussraum, ein Begegnungsort für Musik und Lesungen.
Publikum: dufte Leute!
Entfernung: knuffige zwei Stunden von Berlin entfernt
Lage: mitten im schönsten Niedersachsen, ein Katzensprung von Braunschweig, Hildesheim, Wolfsburg, Hannover entfernt
Übernachtungsmöglichkeiten: knorke Hotels in der Nähe, Wiesen fürs geduldete Wildcampen
Angebot: Sensationell und legendär; bereits jetzt bis 2020 ausgebucht

Hier auf der Homepage http://artmenabbenrode.de/veranstaltungskalender/ stehen alle Veranstaltungen drauf.


Die Rettung ist nah! Gemütlich, knuffig, intim und nah: Wohnzimmer und Klubs sind die besten Spielorte für Lesung und Konzert

Der Klub ARTmen in Abbenrode wird geführt von Andreas und Angelika Soluk. Er Musiker, sie Fotografin sind sie die Speerspitze der kulturellen Dorf-Avantgarde und schaffen seit Kurzem etwas Großartiges im wunderschönen Dorf Abbenrode.
Hier ist das Interview mit der Chefin, geführt vom Aufsgasdrückreporter Zitrone Rock:

Wir erfahren:

  1. In Abbenrode gibt es außer ARTmen auch noch einen Baum und eine alte Kirche
  2. ARTmen ist gemütlich und echt, nicht oberflächlich und hochnäsig wie oft in den großen Städten
  3. Im Abbenroder Klub werden persönliche, kleine Begegnungsmöglichkeiten geschaffen
  4. Es steckt viel Herzblut drin
  5. Die Bekloppten sind mehrheitlich außerhalb geschlossener Einrichtungen
  6. Wolfenbüttel ist eine alte Spaghetti-Stadt

 

Jenny Badulzke übt schon mal für die ARTmen in Abbenrode

 


p.s.
Komm vorbei und hör mal rein, was ich bald im ARTmen Abbenrode abfeiern werde.
Ab 1.1.2019 spiele ich wöchentlich im Paul-Poser-Openair-Klub in Berlin-Frohnau. Adresse: Paul-Poser-Platz 1, 31246 Berlin-Frohnau. Es sind live-Shows im sympathischen Mini-Park um die Ecke.
Komm vorbei und kündige mich an oder erzähl einen guten Witz. Termine hier:
http://www.facebook.com/zitronereock/

p.s.
So könnte z.B. im ARTmen eine knuffige Erkennungsmelodie klingen:
https://zitronerock.bandcamp.com/album/b-seiten-fragmente-marketing-schnipsel

p.s.
Ein Lied für den Mut, einfach selbst einen Klub zu gründen, extra für die ARTmen-Energie geschrieben.
Das Lied heißt „Ich hab mich getraut einen Klub zu gründen“

Mit wenig Marketing-Budget etwas Großes erschaffen. Teil 1: Speisenzubereitung

Hallo zusammen und herzlich Willkommen in der Küche von Zitrone Rock!


Es ist nicht die Gerüchteküche, sondern die echte mit heißer Herdplatte, frischen Zutaten und gesundem Essen.

Warum dieses Thema? Antwort: Du kannst für Dein Wohnzimmerkonzert mit der passenden Speisenwahl das hier erreichen:

  1. Du kannst Essensbilder im Vorfeld in Social Media nutzen (Katzen und Essen – hochmodern in den neuen Medien)
  2. Gäste werden neugierig und bekommen Appetit auf die Veranstaltung
  3. Liebe geht durch den Magen, und wenn Gäste Gutes zu riechen und schmecken bekommen, wird das Gehörte passend mitgefühlt
  4. Einfache Gerichte kannst Du Freunde und Unterstützer zubereiten lassen: „Bitte sei Du so lieb und bringe den Nachtisch mit, z.B. 8 Gläser mit Zitronencreme. Danke!“
  5. Bericht im Anschluss, aufgepeppt mit Bildern vom kalten Buffet – machtn schlanken Fuß und erinnert an Gemeinsamkeit
Modernes Großstadt-Equipment: Jute-Beutel mit Aufschrift „Zitrone Rock“. Hier in Basel genieße ich inkognito während einer zitronigen Kochkurspause

Und hier ist es, das erste Rezept aus einem Füllhorn von Kochideen für Dein persönliches Wohnzimmerkonzert:

Zutaten

180 ml Zitronen-Saft (aus 2 sehr großen Bio-Zitronen )
620 ml Wasser, lauwarm
9 EL Zucker, feinkörnig
4-5 EL Maisstärke, nicht zu alt
ggf. Zitronen-Abrieb von einer frischen Bio-Zitrone

Zubereitung

Arbeitszeit: 9 Min. / Koch-/Backzeit: 9 Min. Ruhezeit: 9 Std. / Schwierigkeitsgrad: einfach
(Hallo Numerologen, es hat nichts mit der Notfallnummer im Vereinigten Königkreich zu tun!)

Alle Zutaten und 50% der geriebenen Zitronenschale in einen Topf geben und verrühren.
Unter ständigem Rühren zum Kochen bringen.
Weiter kochen, bis die Creme dickflüssig wird.

In eine Form geben und in den Kühlschrank stellen, nach 9 Stunden rausnhemen
Auf eine Platte stürzen
Mit der übrigen Zitronenschale dekorieren und servieren

Alternativ-Trick

  • Die Creme kann auch in Servierschalen hingestellt werden für das Wohnzimmerkonzert.
  • Vorteil: Sie muss nicht umgestürzt werden und kann schneller serviert werden!
Ich gebe es gleich zu: Ohne Zitronen geht es nicht, hahaha 😀

 

Guten Appetit mit dieser Nachspeise. Als Hauptspeise geht z.B. Brokkoli-Pizza gut:



p.s.

Hier noch ein Tipp, wie Du einen passenden Künstler finden kannst.

Guck mal, wie die schlaue Petra mit den grün-blauen Augen vorgeht:

 

 

„Ich hab’s getan!“ – Robert aus Wolfsburg macht jeden Monat ein Wohnzimmerkonzert. Interview-Premiere

Juhu, es ist soweit! Als Experte fürs Wohnzimmerkonzert interviewe ich immer wieder mal Menschen, die es getan haben.
Los geht’s mit Robert aus WOB, der das schon seit Jahren macht.

Beim ZDF pfeifen es die Spatzen von den Dächern: Interviews sind super!!

Robert aus Wolfsburg ist einer der großen Stars der Wohnzimmerkonzertkultur. Im Interview mit Zitrone Rock verrät er, was er so besonders daran findet. Sympathische 8,5 Minuten mit einem knuffigen Typ, der Klartext redet. Und der einen echten live-Eindruck vermittelt, wie man das so macht mit einem Wohnzimmerkonzert.

Seine Kernaussagen:

  • Es entsteht eine cooole Atmosphäre, die alle inspiriert
  • „Wahnsinnig aufregend und total schön“ – so war es bisher jedes Mal
  • Coool: es ist nicht auf einer Bühne wo man erst einen Graben überwinden muss
  • Echt ne schöne Stimmung: „Künstler auf seiner WoZi-Insel, und die Leute sitzen direkt davor, ganz nah und echt
Es muss nicht immer C.J. Ramone sein – die knuffigen Leute von nebenan sind auch gut geeignet für ein Wohnzimmerkonzert

„Gerade weil man halt eine sehr geringe Distanz zum Künstler hat, begeistert es die Leute. Man kommt ins Gespräch miteinander. Das ist coool“, sagt der Niedersachse, der selbst nie Musik geamcht hat, der sich aber seit Kindertagen an guten live-Sachen erfreut. In und um Wolfsburg sind die privaten Abende von Robert sehr beliebt, in Szenekreisen kommt schon mal die Frage auf, wie man auf „die Gästeliste“ kommt. Aber die gibt’s garnicht, bisher ist noch jeder irgendwie untergekommen. Auch, wenn man vorher garnicht glaubt, dass 50 Leute in so ein Wohnzimmer passen.

Hier live hören oder gern auch runterladen und hören, wann und wo immer Du willst. Einen schönen Jingle hab ich auch noch für Dich komponiert…

 

 

Roberts Gäste bringen immer allerhand Leckereien mit. Denn selber was gestalten und nicht nur mufflig was wegkonsumieren – das bringt’s!

Zum Aufpeppen von Privatstubengigs gibt es allerhand Ideen, zum Beispiel hier im Zitrone-Rock-Blog 🙂


 

Und so sah es 2017 bei Robert aus, wenn Musiker zu Gast sind:

 

 

 

 

 

 

 

 


Zu guter Letzt noch ein heißer Tipp für extrovertiertere Bühnenarbeiter: BJJ, Judo und Hapkido sind sehr gut geeignet für ein ganzheitliches Muskeltraining. So besiegt man sogar manchmal die eigene Gitarre:

vorher:                  

nachher:              

 

 

 

 

 

 

17 Möglichkeiten, ein Ereignis aufzupeppen

Bald beginnt das WoZiKo. Hier meine Ideen, wie Du in wenig Zeit noch ordentlich aufhübschen kannst

„Ui, jetzt geht es bald los!“, denkt man sich als Veranstalter. Mit ein paar Minuten ist eigentlich schon das Wichtigste fertigorganisiert. Fix geistern noch mal die vordringlichsten Fragen durchs Hirn. Die Ausgangssituation scheint gut:

  • Künstler gewonnen? Hab ick.
  • Datum gefunden? Yo.
  • Dufte Leute eingeladen? Check.
  • Chips, Flips, Dips? Alles da.
Fernbedienungen weggelegt, Bilder abgehängt. Das Konzert im Wohnzimmer kann losgehen

Also eigentlich kann es schon losgehen. Aber es gibt Unterschiede. Unterschiede zwischen okayen Wohnzimmerkonzerten einerseits, wo man körperlich anwesend bleibt und sonst nix passiert.
Und auf der anderen Seite solchen Wohnzimmerkonzerten, wo man durch und durch begeistert ist.  Ein Ereignis, bei dem man ausflippt und das man für immer fest im Herzen behält. Du findest endlich den Sinn des Lebens, fühlst Dich einfach glücklich und möchtest am liebsten für immer in dem wohligen Wohnzimmergefühl versinken. Tja, das wäre schon ne feine Sache…

Klaro weiß ich als Experte für solche Anlässe, dass der Künstler selbst nicht nebensächlich ist. Ganz im Gegenteil: Ein großer Künstler kann die Welt verändern (Chuck Berry, Joey Ramone, Juli Zeh, Reinhard Mey, Zitrone Rock).
Aber auch das berühmte „Drumherum“ ist wichtig. All die vielen Sachen, die schlussendlich dazu führen, dass die Leute hinterher sagen:

  • „Es war einfach eine schöne Atmosphäre“
  • „Die Gastgeberinnen haben sich echt viel Mühe gegeben“
  • „Das Ambiente war einfach fantastisch“

Aus all den Jahren meiner persönlichen Herumreiserei durch deutsche Gemütlichstuben habe ich hier für Dich meine große goldene Luxus-Premium-17er-Liste. Einfach ein paar Aufpeptipps für Deine Wohlfühleffektverdopplung. Alles kleine Sachen, die jeder machen kann.
Aber es dann auch wirklich zu tun! Das macht dann erst den Unterschied.

Ergebnis

  • Du bist stolz auf Dein individuelles Arrangement
  • Die Gäste sehen: Wow, da macht es endlich mal jemand so richtig gut!
  • Der Künstler fühlt sich geehrt und gut eingebettet
Zitronen-Pizza ist sehr gesund, aber als Publikumsmagnet überbewertet

17 bewährte Super-Tipps für mehr Wohnzimmerfreude

  1. Stühle hinstellen, die mit Krepp beklebt sind oder Girlanden umhaben. Oder mal ne Stuhlhusse. Idee: Kleine Liebesbriefe unter die Stühle kleben und später bitten, die Zettel zu „bergen“ und zu lesen. Option: Am Abend weiterverschenken
  2. Sofas umrücken und neu installieren. Mit einer bunten Decke bespannen oder mit Konfetti bestreuen
  3. Kissen und Decken vom Nachbarn leihen und überall gemütlich verteilen
  4. Wanddekoration ausprobieren. Abstarkte Kunst selber machen, alte Comics anheften, mit Buntlack besprühen oder -weil ohnehin bald renoviert wird- mit Filzstift bemalen
  5. Aushang im Flur ist super für Nachbareinladungen und für die Gäste, um den Weg besser zu finden. Kleine Hinweisschildchen, Luftballons, Zettel, beklebte Hocker… viel ist möglich
  6. Beleuchtung: Vulkanlampe, mit Tuch gedämmte Tischlampe, nur mit kleinen Mini-Taschenlampen den Raum erleuchten. Oder 10 Teelichter in eine Brottüte stellen und im Raum verteilen.
  7. Fotos von früher an die Wände heften. Die Kumpelgemeinde bekommt mal einen besonderen Einblick in Dein Früher
  8. Kuriose Getränke kaufen, die man sonst nie trinkt. Oder selbst ein verrücktes Etikett erfinden und auf das Mineralwasser kleben (schon gesehen: „Bernadettes Wunderelixir“, „Tränen glücklicher Konzertbesucher“, „Wasser des Lebens“, „Geweiht für Dich“)
  9. Mixmusik auflegen. Dazwischen sind Freunde mit kurzen Statements zu hören, die Du vorher aufgenommen hast
  10. Halte am Anfang eine kleine, freundliche Ansprache. Erwähne darin kurz 3-4 Leute und warum sie Dir etwas bedeuten und sage auch, warum
  11. Bereite einen extra kleinen Flyer aus Papier vor. Es  geht auch ohne Papier: nutze canva.com, um fürs Web ein Foto herzustellen, das Du ein Deine Einladungs-Mail dranhängst
Kostenfrei in wenig Zeit publik gemacht: Social Media nutzen

12. Kaufe ein paar Hawaii-Ketten zum Umhängen für Deine Gäste. Oder bastle (vielleicht mit Kindern?) selbst ein paar Ketten zum Umhängen. Miete oder Kaufpreis 50 Cent: Die Kurzen freuen sich über ein paar extra Kohlen

13. Spiele ein kurioses Partyspiel zu beginn, wo die Gäste sich ein wenig kennenlernen müssen

14. Mal ne neue Tätowierung ausprobieren. Es gibt gute Stecher schon ab 180 Euro. Kannste Ärmel hochziehen und Haut zeigen. (Schon gesehen: „I love Zitrone“, „Große Terz forever“, „Keine Ahnung aber voll drauf los“, „Ich hab mich getraut“)

Bettina weiß: Der Arm ist heiß

15. Sachen aufstellen, die sonst nicht in der Wohnung sind. Als Hingucker oder als Gimmick, um irgendwas damit zu tun

Öfter mal was Neues: Kuriose Möbel die sonst nicht in Benutzung sind

16. Teile Zufallspaare ein und gib den beiden eine kleine kommunikative Aufgabe, zum gegenseitigen Kennenlernen („Sprecht über euer meistgehasstes Kleidungsstück der Kindheit“, „Findet 11 Gemeinsamkeiten und 5 ewige Unterschiede heraus“, „Was braucht ihr, um ein glückliches Leben zu haben“)

17. Kugelschreiber-Tattoos anlassbezogen einsetzen. Sehen dufte aus, gehen aber wieder ab

Blue Suede Shoes und Kuli-Tattoos – kleidsam und modern, hahaha

Hey Blog-Fan!

Auch die härtesten Lebensrückschläge können die gut geölte Leidenschaft nicht wegmuffeln. Wenn es also mal nicht so gut läuft wie Du es eigentlich aber sehr wohl verdient hättest: dann pfeif Dir mal ganz gepflegt eins drauf. Und mach einfach ein Wohnzimmerkonzert!
Das sieht gut aus, fühlt sich super an und beweist sogar hörbar: Du bist eine Heldin! Du bist ein Held!

–> Lebe Deine Leidenschaft und mache etwas, das die Welt noch nicht gesehen hat.

Tipps und Tricks findest Du hier im Blog. Oder in Deinem eigenen Kopf.

Ahoi und bis bald,
Dein
Zitrone

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teil 5 der Interviewserie mit Nolti und Zitrone Rock

Draußen kalt, innen heiß!
 Teil 5 der 6-teiligen Serie mit dem weisen Mann vom des Punkrockradio. Neben dem New-Rose-Moderator Nolit ist noch ein besonderer Typ mit Sprühshirt mit dabei. Ich. Zitrone Rock, der Meister des Wohnzimmerkonzerts
In dieser Ecke gab es bei Yvonne eine 7-Song-Show von mir. Es war soo soo toll!

Bald ist schon der letzte Teil der Serie dran, hier geht es schon auf die Zielgerade. Jede Menge interessante Infos uns fröhlicher Quatsch. Fast wie ein Wohnzimmerkonzert.

 Eingeleitet wird jeder Teil von den beiden Sprechern Dr. Zeno von Zeygen sowie von the_climbing_rose, meiner Lieblingssprecherin (auch auf meiner CD „frei raus“ zu hören).

7 gute Gründe warum das Wohnzimmerkonzert ne dufte Sache ist

Das ist ein Wohnzimmerkonzert, und darum ist es cool

Wohnzimmerkonzert: Icke bei Kumpel Ede in Steglitz

Oft sind es die kleinen, aufstrebenden Künstler, die Neues erfinden und deren unentdeckter, besonderer Charme sich nur selten zeigen kann.
Diese Künstler bekommen mit einem knuffigen WoZiKo endlich mal eine Gelegenheit, dem Dunkel des Proberaums zu entsteigen und sich zu zeigen. Und Du als Veranstalter wirst mit einem Konzert in Deiner Bude für ein wenig Mühe mit einem ganz sicher unvergesslichen Abend belohnt!

7 Gründe, warum das alles echt ne dufte Sache ist

  1. Unentdeckte Musiker gibt es viele – DU kannst sie fördern. Das ist coool!
  2. Gelegenheiten zum Auftreten gibt’s nur wenig – DU bist der Star, der endlich mal was unternimmt gegen Kulturflaute
  3. Du kannst einen schönen privaten Anlass feiern (Verlobung, Preisgewinn, Umzug)
  4. Endlich mal wieder Freunde einladen
  5. Kunst fördern
  6. Statt Konsumorientierung einfach mal kreatives Selbermachen vorleben
  7. der neuen Flamme zeigen, was fürn leckerer und aufgeweckter Typ man selber ist

Schaffe Du selbst eine Kulturveranstaltung mit Künstlern, die ihre Lieder noch selbst schreiben und die im Kleinen etwas Einzigartiges auf die Beine stellen. Man nennt es „Wohnzimmerkonzert“, kostet wenig und ist eine super Sache, bei Dir zu Hause, lauschig cool nett  und unvergesslich.

Vielleicht findest Du einen konkreten Anlass, um einen Geburtstag oder Jubiläum zu begehen, oder Du machst einfach mal so fidelen Budenzauber und machst einfach mal so ein Live-Konzert, das Deine Freunde und Du einmal ganz anders erleben könnt: nämlich sehr persönlich, authentisch, echt, hautnah und intensiv.

Steglitzer Fans kritzeln mir einen Gruß aufs Fenster vom Auto 🙂

Mein Wunsch für Dich im Jahr 2018 und auch sonst: Wage es, tue es und trau Dich. Mach mal was Verrüktes und organisiere ein Konzert selbst. Nicht nur konsumieren, sondern mal selber was gestalten!

Ich unterstütze Dich gern, egal ob ich nun der Künstler bin oder ein Kollege/eine Kollegin.
Lieben Gruß,
Dein Zitrone

(Mehr Info in einem kleinen Heftchen von mir als Download mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein WoZiKo)

Knorke Shirt-Motiv gegen Langeweile und öde Konsumorientierung